Familie


Jahrgang 1974
Leo

Ich besuchte die Landwirtschaftliche Fachschule in Mistelbach mit den Fachrichtungen Landwirtschaft und Weinbau.

Durch den Besuch von zahlreichen Fortbildungen im Bereich Biologischer Weinbau, Bodenkunde, Kellerwirtschaft,… möchte ich den Betrieb den Anforderungen entsprechend gestalten und tüfftle ständig an Verbesserungen bzw. versuche die Natur bestmöglich zu unterstützen.

Hauptberuflich fahre ich beim Roten Kreuz Mistelbach als Notfallsanitäter, doch nach Dienstschluss wird der Rettungswagen gegen den Traktor eingetauscht. In der Natur zu arbeiten bedeutet für mich einen Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit, das hilft mir abzuschalten und ich kann Energie tanken.


Jahrgang 1980
Michi

Als gebĂĽrtige Osttirolerin wurde mir das Thema Weinbau klarerweise nicht gerade in die Wiege gelegt. Aber durch meinen Mann und den damit verbundenen Umzug ins Weinviertel, kam ich natĂĽrlich nicht daran vorbei.

Als wir den Entschluss fassten die verpachteten Weingärten wieder selbst zu übernehmen, besuchte ich in der Landwirtschaftlichen Fachschule Mistelbach die Abendkurse mit den Fachrichtungen Landwirtschaft und Weinbau.

Mit diesem erlangten Basiswissen ging es dann an die Praxis und ich lernte im Weingarten nach und nach welch wunderbare Pflanze der Weinstock ist.

Es macht mir Freude den Weinstock durchs Jahr zu begleiten und ich versuche meinen Mann bestmöglich zu unterstützen.

Mit der Geburt unserer 4 Kinder komme ich natürlich nun etwas weniger dazu, doch es ist mir wichtig, auch ihnen die Zusammenhänge und das Leben in der Natur näherzubringen.

Johanna, Martina, Karolina

Auch wenn unsere Eltern viel Arbeit haben, zeigen wir ihnen immer wieder, dass es nie zu stressig ist fĂĽr eine Umarmung, ein Bild zu malen, Sandkuchen zu backen oder Schokolade zu naschen.

Es ist wahrlich nicht immer leicht, Beruf, Weinbau und Familie unter einen Hut zu bringen. Doch unsere Kinder erinnern uns immer wieder daran, wie wichtig es ist, den Moment zu genieĂźen und unvoreingenommen an Dinge heranzugehen.

 

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Zusammenleben und Zusammenarbeiten bringt natürlich sehr viel "Nähe" mit sich. Umso wichtiger ist das Bewusstsein für Momente des "Abschalten´s" und zur "Ruhe kommen´s", um nicht nur für die Arbeit zu leben sondern erfolgreich von ihr. Jeder für sich, versucht die eigenen Stärken bestmöglich für den Betrieb einzusetzen und gerade unsre "Verschiedenartigkeit" gibt uns die Möglichkeit, die Schwächen des Einen durch die eigene Stärken auszugleichen. Gemeinsam für eine Sache zu arbeiten, schweisst zusammen, kann aber auch Konflikte mit sich bringen, die wiederum Gelegenheit bieten, den eigenen Blickwinkel zu verlassen um Dinge mit den Augen des Anderen zu sehen. Am Ende eines harten Arbeitstages hilft zu Guter letzt auch eine Portion Humor um Reibereien zu vergessen und mehr Gelassenheit zu erlangen. Wenn Arbeit kein Muss sondern vorallem Freude bereitet und das ständigen Streben nach Verbesserung kein peitschender Gedanke, sondern zur Leidenschaft wird, dann denken wir, sind wir am richtigen Weg um für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet zu sein. So persönlich wie die Handschrift eines Menschen, sind auch unsre Weine das Ergebnis von unserem Leben, Lernen und Arbeiten mit der Natur und ihrer Vielfalt.